ERLÄUTERUNG
IMPRESSUM
AM EINFANG 19 D-83627 WARNGAU
ER@E-ROCHOLL.DE KONTAKT@E-ROCHOLL.DE
PROF. ECKHARD ROCHOLL
Forellenkleid - Erläuterung des theoretischen Ansatzes meiner Malerei. In der Kette von Information, Wahrnehmung und Erkenntnis müssen wir immer einbeziehen, dass wir nur einzelne Aspekte der realen Welt erfassen. Rationaler Weise den Teil, der uns in unserer Umwelt lebensfähig macht; mit dem wir jeden Tag in immerwährender Bestätigung unsere Wahrnehmung, unser daraus folgendes Handeln und die ableitbaren Reaktionen erfahren. Die Quantenphysik ist sicherlich ein weiterer Schlüssel auf dem Weg zu verstehen wie nehmen wir Menschen etwas wahr und wie verarbeiten wir es? Was hat das nun mit meiner Art des Malens zu tun? Schon Ende der fünfziger Jahre erklärte–– Georgio Morandi: „Für mich ist nichts abstrakt. Vielmehr glaube ich, dass es nichts surrealeres, nichts abstrakteres gibt als unsere Realität.“
Es gibt meiner Meinung nach drei große Aspekte der analogen Malerei. Da ist zuerst die reine technische Auseinandersetzung rund um alle Möglichkeiten der Darstellungen , mit welchen Medien auch immer. Daneben gibt es die rein intellektuelle, inhaltliche Auseinandersetzung. Jedweden Austausch zwischen Künstler*innen und den Personen, die diese Arbeiten betrachten und interpretieren. Damit einhergehend zahlreichste Formen des gesellschaftlichen Diskurses. Und es gibt das wissenschaftliche Arbeitsgebiet über das Wesen von Kommunikation bei Menschen und Tieren. In meinen Bildern soll der Betrachter selber zum Maler werden. Sein persönliches Vermögen herauszulesen, heraus zuerkennen, ermöglicht ein individuelles Verstehen. In einzelnen Bereichen teilbar mit anderen Betrachtern und in anderen nur sich selbst erkenntlich. Das sind die Bilder, die im Kopf sind. Das Sehen, das Erlernen vom Sehen ist kein abgeschlossener fertiger Raum, kein akademisch okkupierter innerer Zirkel, sondern eine permanente Interpretation einer möglichen Wirklichkeit in den Köpfen von uns allen. Dem Ansatz entgegen, dass Ausdrucksmodelle sich mit dem präzisen Einsatz von künstlerischen Formen in eine genau kalkulierte emotionale Wirkung auf den Betrachter transformieren lassen, stelle ich den Effekt der Pareidolie entgegen.
Für die erste Kontaktaufnahme zwischen Maler und Betrachter nutze ich eine einfache Kommunikationsebene, ich biete leicht wieder zuerkennende figurale Information. Schnell zu interpretierende Darstellungen von Körpern. In der Erwartung, dass ein erstes Interesse geweckt wird, weiter in die Kommunikation einzusteigen. Menschliche Körperformen deshalb, weil gleich vermittelt werden soll, es handelt sich um ein leicht verdaubares Angebot an wiedererkennbaren Formen. Das ist ganz im Sinne der klassischen Kommunikation von Maler zu Betrachter. Abseits dieser Einweg-Botschaftsvermittlung sind meine Bilder ganz bewusst eine Staffelung von immer indifferenteren Angeboten an den Betrachter. Das Auge wird verführt zu entdecken. Dazu benötigen wir den Einsatz von Zeit und Hingabe. Was der Einzelne nun in dem „Forellenkleid“ erkennt, entspricht seiner Phantasie, seiner Bereitschaft sich einzulassen. Meine Bilder bieten auch nach der intensiveren Betrachtung über ein halbes Jahr hinaus sicher immer noch Neues zu entdecken. Sie sind auf tieferer Ebene gerade keine Einwegbotschaften vom Sender zum Empfänger.
Und zum Beweis, dass diese Erkenntnisse zusammengesetzte Wiedererkennungen im Kopf sind, kann man jedes Bild um 180° drehen und verstehen, dass das, was eben noch klar und deutlich eine vertraute Figur oder ein Gegenstand zu sein schien, nun nach der Drehung sich in neue Erkenntnisse auflöst. Die, die im Kopf sind. Eckhard Rocholl––
AM EINFANG 19 D-83627 WARNGAU
ER@E-ROCHOLL.DE KONTAKT@E-ROCHOLL.DE
PROF. ECKHARD ROCHOLL
Forellenkleid Erläuterung des theoretischen Ansatzes meiner Malerei. In der Kette von Information, Wahrnehmung und Erkenntnis müssen wir immer einbeziehen, dass wir nur einzelne Aspekte der realen Welt erfassen. Rationaler Weise den Teil, der uns in unserer Umwelt lebensfähig macht; mit dem wir jeden Tag in immerwährender Bestätigung unsere Wahrneh- mung, unser daraus folgendes Handeln und die ableitbaren Reaktionen erfahren. Die Quantenphysik ist sicherlich ein weiterer Schlüssel auf dem Weg zu verstehen wie nehmen wir Menschen etwas wahr und wie verarbeiten wir es? Was hat das nun mit meiner Art des Malens zu tun? Schon Ende der fünfziger Jahre erklärte Georgio Morandi: „Für mich ist nichts abstrakt. Vielmehr glaube ich, dass es nichts surrealeres, nichts abstrakteres gibt als unsere Realität.“
Es gibt meiner Meinung nach drei große Aspekte der analogen Malerei. Da ist zuerst die reine technische Auseinandersetzung rund um alle Möglichkeiten der Darstellungen, mit welchen Medien auch immer. Daneben gibt es die rein intellektuelle, inhaltliche Ausein- andersetzung. Jedweden Austausch zwischen Künstler*innen und den Personen, die diese Arbeiten betrachten und interpretieren. Damit einhergehend zahlreichste Formen des gesellschaftlichen Diskurses. Und es gibt das wissenschaftliche Arbeitsgebiet über das Wesen von Kommunikation bei Menschen und Tieren. In meinen Bildern soll der Betrachter selber zum Maler werden. Sein persönliches Vermögen herauszulesen, heraus zuerkennen, ermöglicht ein individuelles Verstehen. In einzelnen Bereichen teilbar mit anderen Betrachtern und in anderen nur sich selbst erkenntlich. Das sind die Bilder, die im Kopf sind. Das Sehen, das Erlernen vom Sehen ist kein abgeschlossener fertiger Raum, kein akademisch okkupierter innerer Zirkel, sondern eine permanenteInterpretation einer möglichen Wirklichkeit in den Köpfen von uns allen. Dem Ansatz entgegen, dass Ausdrucksmodelle sich mit dem präzisen Einsatz von künstlerischen Formen in eine genau kalkulierte emotionale Wirkung auf den Betrachter transformieren lassen, stelle ich den Effekt der Pareidolie entgegen.
Für die erste Kontaktaufnahme zwischen Maler und Betrachter nutze ich eine einfache Kommunikationsebene, ich biete leicht wieder zuerkennende figurale Information. Schnell zu interpretierende Darstellungen von Körpern. In der Erwartung, dass ein erstes Interesse geweckt wird, weiter in die Kommunikation einzusteigen. Menschliche Körperformen deshalb, weil gleich vermittelt werden soll, es handelt sich um ein leicht verdaubares Angebot an wiedererkennbaren Formen. Das ist ganz im Sinne der klassischen Kommunikation von Maler zu Betrachter. Abseits dieser Einweg- Botschaftsvermittlung sind meine Bilder ganz bewusst eine Staffelung von immer indifferenteren Angeboten an den Betrachter. Das Auge wird verführt zu entdecken. Dazu benötigen wir den Einsatz von Zeit und Hingabe. Was der Einzelne nun in dem „Forellenkleid“ erkennt, entspricht seiner Phantasie, seiner Bereitschaft sich einzulassen. Meine Bilder bieten auch nach der intensiveren Betrachtung über ein halbes Jahr hinaus sicher immer noch Neues zu entdecken. Sie sind auf tieferer Ebene gerade keine Einwegbotschaften vom Sender zum Empfänger.
Und zum Beweis, dass diese Erkenntnisse zusammen- gesetzte Wiedererkennungen im Kopf sind, kann man jedes Bild um 180° drehen und verstehen, dass das, was eben noch klar und deutlich eine vertraute Figur oder ein Gegenstand zu sein schien, nun nach der Drehung sich in neue Erkenntnisse auflöst. Die, die im Kopf sind. Eckhard Rocholl